Bezirke & Reviere

I hate Berlin – für das was war
I hate Berlin – bleibt immer wahr
I hate Berlin – little city on heroin
I hate Berlin

Second Decay, “I hate Berlin”

Vampire sind Gefangene Ihrer eigenen Domäne. Kein Wunder also, dass die vielen großen und kleinen Plätze innerhalb derselben für die Kinder der Nacht besondere Bedeutung besitzen.

Ein Denkmal mag einem Unsterblichen ein Ankerpunkt in einer sich schnell verändernden Stadt sein. Ein überwucherter Park erinnert an die Schrecken, die einst dort geschehen sind.

In diesem Kapitel geht es um all jene Orte in Berlin gehen, die für die Kinder der Nacht der Domäne eine besondere Relevanz haben: Elysien, beliebte Treffpunkte, Mahnmale – und Orte, welche die Kinder der Nacht am Liebsten vergessen würden.

R e v i e r e

Die Grenzziehungen der Vampire sind schwer zu bemessen und bleiben den Menschen verborgen. Die Domäne Berlin mag im wesentlichen aus Stadt und Land Berlin bestehen, aber wie nicht anders zu erwarten gilt das besondere Interesse der Vampire denjenigen Bereichen der Stadt, die als “Piste” bezeichnet werden: Gebiete mit hoher Bevölkerungdichte, reichlich Jagdmöglichkeiten und einem hohen Durchsatz an Reisenden sowie einem gewissen Maß an Gewaltakten, um Unfälle besser verbergen zu können.

In diesem Sinne lässt sich der Begriff der Domäne Berlin – oder der Berliner Domänen – auf die innerstädtischen Gebiete einengen. Da Berlin aber erst in den Zwanziger Jahren zur Großstadt zusammengelegt wurde und somit mehrere gewachsene städtische Zentren umspannt, gibt es auch anders als etwa in Köln oder Amsterdam mehrere Pistenzentren, und damit einen Faktor, der Streitigkeiten unter den Anverwandten zu schlichten hilft.

Im so genannten “Berliner Gebietsstatut” legte der erste Fürst der neu geeinten Domäne Faust 2009 eine Grundordnung der Berliner Domänen fest, welche seitdem gilt.

Hintergrund dieses Statuts ist einerseits die dramatische Zunahme der Zahl der Anverwandten in Berlin in den Jahren 2006–2008 und andererseits die großen, “brach liegenden” Flächen im Osten der Domäne, die vorher dem Sanktum gehörten und im Zuge von dessen Machtverfall im Winter 08/09 (ausgelöst durch einen gescheiterten Versuch der Spaltung der Domäne im Sommer 2008) durch Fürst und Invictus (und alliierten Zirkel) geraubt werden sollen.

Dieser Raub wurde beim Hoftreffen im März 2009 vollzogen, indem der Fürst erstmalig Privilegierte, das heißt mit Herrschaft über bestimmte Teilgebiete der Domäne Belehnte, benannte und mit in Blut unterzeichneten Eidverträgen an sich band.

D A S   G E B I E T S S T A T U T

DIE DOMÄNE BERLIN umfasst das gesamte Land Berlin nebst allen Gemarkungen, in die der Griff des Fürsten von Berlin reicht. Da ein Gebiet dieser enormen Größe nicht lückenlos zu überwachen ist, konzentriert sich dieses Gebietsstatut auf die Wahrung, den Besitz und die Weiterentwicklung jener Gebiete der Domäne Berlin, die für den Wohlstand jener Berliner Kinder der Nacht, welche in der Gunst des Fürsten stehen, wesentlich sind.

Im Sinne dieses Gebietsstatutes werden die Teilgebiete der Domäne Berlin unterschieden nach der Einöde einerseits und den Krongütern andererseits.

DIE EINÖDE sind jene Gebiete, deren Aufwand der Kontrolle und Überwachung in keinem Verhältnis zu deren Nutzen steht. Es sind dies die ärmlichen Gebiete am Rande der Stadt, dünn besiedelt, ohne nennenswerte Vergnügungen und ohne Bewegung sterblicher Ströme, in denen das Jagen nur in soweit tolerabel ist, wie der Jäger sein Wirken umsichtig und leise betreibt. Im Gesamten besteht die Einöde aus allen Teilen der Domäne Berlin, die nicht zu den Krongütern gehören.

– DIE KLAUE geht nur in die Einöde, wenn Gefährdungen der Maskerade und unachtsame Jagd dies erforderlich machen. Die Klaue ist frei darin, jedes Mittel dazu einzusetzen, um Gefahr für die Krongüter, die sich aus der Nachlässigkeit der in der Einöde Jagenden ergeben könnte, aus dem Weg zu räumen.

DIE KRONGÜTER sind jene Gebiete, die des Schutzes und der Aufmerksamkeit des Fürsten und des Berliner Hofes wert sind. Es sind dies die Magistrate, Viridarien, Residenzen und Trabanten der Domäne, sprich: jene Gebiete, die den Mächtigen und jenen, die in der Gunst des Fürsten stehen, von diesem nach seinem Gefallen zuerkannt werden, sie zu bestellen, zu bejagen, zu bewohnen und für die Domäne nicht nur zu erhalten, sondern sie zu fördern.

– DER KRONWART ist der vom Fürsten bestellte Aufseher über die Krongüter. Dieser bewegt sich frei durch die Reviere, begutachtet ihren Zustand und entscheidet über Revierstreitigkeiten. Trifft er Wilderer in den Krongütern an, bringt der Kronwart diese auf. Auf Entscheid des Fürsten kann das Amt des Kronwartes mit der Amtsgewalt eines anderen Amtsträgers – wie der KLAUE oder des SENESCHALLS oder auch eines Bevorzugten Ersten unter den PRIVILEGIERTEN – vereint werden.

DIE PRIVILEGIERTEN sind jene Kinder der Nacht, die vom Fürsten das Recht zugebilligt bekommen haben, ein Gebiet der Krongüter in Besitz zu nehmen und nach dem Plan des Fürsten zu bestellen. Die Privilegierten werden auch Regenten genannt. Sie sind frei in der Art, wie sie Gesetz und Willen des Fürsten in ihrem Gebiet umsetzen, und allein dem Fürsten Rechenschaft schuldig über die Art und Weise, wie sie mit ihrem Lehensbesitz verfahren.

M A G I S T R A T E

DAS MAGISTRAT ist die Gesamtheit aller Einrichtungen, Liegenschaften, Mittel, Vorgänge und Sterblichen, die für eine der sieben für die Aufrechterhaltung der Maskerade unabdingbaren Einflussdomänen essentiell sind.

Die sieben Magistrate heißen
– Patrium (Staatsmagistrat)
– Scholium (Forschungsmagistrat)
– Pecunium (Wirtschaftsmagistrat)
– Medicium (Medizinalmagistrat)
– Noctium (Magistrat des Nachtlebens)
– Antestium (Pressemagistrat)
– Crimenium (Magistrat der Unterwelt).

Das Patrium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten der Berliner Behörden, der Politik, des Gerichtswesens und der Polizei.

Das Scholium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten der Universitäten, der freien Laboratorien und der forschenden Unternehmen.

Das Pecunium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten des Finanzsektors und der Banken, der Industrie, der Finanzpolitik und des Wirtschaftsstandorts Berlin.

Das Medicium umfasst alle Angelegenheiten des Gesundheitswesens der Herde, der Blutbanken und darüber hinaus der Forensik, die in Berlin strukturell unabhängig arbeitet.

Das Noctium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten der gehobenen sterblichen Gesellschaften, der Edelprostitution sowie der Belange von Casinos, Bars, Clubs und Diskotheken.

Das Antestium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten der Zeitungen, Fernsehen, Radiostationen, Online Redaktionen und Agenturen in Berlin.

Das Crimenium umfasst alle sterblichen Angelegenheiten der Unterwelt, von Straßenkriminalität und Straßenstrich über Straßenhandel mit Drogen über Wetten bis hin zu Schmuggel und Waffenhandel.

DER MAGISTER ist der vom Fürsten bestellte Leiter eines Magistrats.

Die sieben Magister heißen
– Patriar (Staatsmagister)
– Scholiar (Forschungsmagister)
– Pecuniar (Wirtschaftsmagister)
– Mediciar (Medizinalmagister)
– Noctiar (Magister des Nachtlebens)
– Antestiar (Pressemagister)
– Crimeniar (Magister der Unterwelt).

Primäre Aufgabe des Patriars sind kurzfristig die Aufrechterhaltung der Maskerade durch Einflussnahme auf staatliche Ermittlungen und langfristig der Ausbau der Domäne Berlin sowie die Schaffung begünstigender Umstände für alle Kinder der Nacht Berlins.

Primäre Aufgabe des Scholiars sind kurz- wie langfristig die Aufrechterhaltung der Maskerade durch Einflussnahme auf Forschung und Lehre zu paranormalen Phänomenen sowie die Nutzung der Forschungseinrichtungen zur Aufklärung von Fragestellungen der Kinder der Nacht der Domäne Berlin, etwa in Bezug auf die Erforschung fremder Wesenheiten und Phänomene oder die Spurensicherung vampirischer Verbrechen.

Primäre Aufgabe des Pecuniars sind kurzfristig die Bereitstellung von Geldern für Projekte der Domänenführung und langfristig der Erhalt und Ausbau des Wirtschaftsstandorts Berlin.

Primäre Aufgabe des Mediciars sind kurzfristig die Wahrung der Maskerade durch Einflussnahme auf forensische Gutachten, weiterhin die Bereitstellung von Blutvorräten für ausgewählte höfische Anlässe und langfristig der Erhalt der Gesundheit der Gefäße und Herden der Domäne Berlin.

Primäre Aufgabe des Noctiars ist die Wahrung der Maskerade durch Unterschlagung verdächtiger Fälle einerseits und Schaffung von verschleiernden Begleitvorfällen andererseits sowie die Förderung des Nachtlebens und der nächtlichen Kulturlandschaft der Domäne Berlin.

Primäre Aufgabe des Antestiars ist die Wahrung der Maskerade durch Unterschlagung wahrer Meldungen einerseits und durch Erzeugen eines verschleiernden Rauschens falscher Meldungen sowie die Verunglimpfung jener, die an Vampire glauben, andererseits.

Primäre Aufgabe des Crimeniars ist die Wahrung der Maskerade durch die Beseitigung von Zeugen und Spuren einerseits und die Generierung eines die Taten der Anverwandten verschleiernden Milieus andererseits.
Jeder Magister erhält von jedem anderen Privilegierten jederzeit freien Zugriff auf alle Lokalitäten und Einrichtungen, die unmittelbar dem Magistrat zugeordnet werden können. Dies gilt insbesondere für Lokalitäten und Einrichtungen, die als wesentlich für das Magistrat unter diesem namentlich genannt wurden oder diesen direkt zugeordnet werden können.

V I R I D A R I E N

DIE VIRIDARIEN sind das schlagende Herz der Domäne Berlin. Es sind dies die Orte höchsten Durchsatzes an Gefäßen. Der Ort wo die Herde zur Tränke geht und das Nachtleben der Domäne vonstatten geht. Der Regent eines Viridariums wird VIRIDAR genannt.

Die sieben Viridarien heißen
– Scheunenviertel
– Zooviertel
– Cecilienviertel
– Kollwitzviertel
– Bergmannviertel
– Stralauer Viertel
– Pariser Viertel.

Das Herz des Scheunenviertels ist das Gebiet Oranienburger Straße, Friedrichstraße und Hackescher Markt. Das Scheunenviertel umfasst die frühere unabhängige Domäne der Freien und Friedrichstadt.

Das Herz des Zooviertels ist das Gebiet Kurfürstendamm, Breitscheidplatz und Tauentzien. Das Zooviertel umfasst den Kern der früheren unabhängigen Domäne Charlottenburg.

Das Herz des Cecilienviertels ist das Gebiet Motzstraße, Winterfeldplatz, Kurfürstenstraße und Potsdamer Straße.

Das Herz des Kollwitzviertels ist das Gebiet Kollwitzplatz, Senefelderplatz, Schönhauser Allee und Eberswalder/Kastanienallee.

Das Herz des Bergmannviertels ist das Gebiet Bergmannstraße, Südstern und Mehringdamm.

Das Herz des Stralauer Viertels ist das Gebiet Oberbaum-City, Simon-Dach-Straße, Warschauer Straße und Schlesisches Tor.

Das Herz des Pariser Viertels ist das Gebiet Potsdamer Platz, Leipziger Straße, Französische Straße und Gendarmenmarkt.

R E S I D E N Z E N

DIE RESIDENZEN sind das die Blutspeicher der Domäne Berlin. Es sind dies die Orte der höchsten Wohndichte der Gefäße. Der Ort wo die Herde sich zur Ruhe legt und ihre Alltagsnächte verbringt. Der Inhaber einer Residenz wird RESIDIAR genannt.

Die sieben Residenzen heißen
– Gesundenstedt
– Moabitenstedt
– Königsstedt
– Gropienstedt
– Friedenstedt
– Charlottenstedt
– Hohenstedt.

Das Herz von Gesundenstedt ist der Ortsteil Gesundbrunnen plus angrenzende Teile des hochdichten Wohngebietes.

Das Herz von Moabitenstedt sind die Ortsteile Moabit und Hansaviertel nebst den angrenzenden hochdichten Wohngebieten bis hin zum Hauptbahnhof, der im Laufe kommender Jahre voraussichtlich entweder in das Magistrat Pecunium oder das Viridarium Scheunenviertel eingegliedert oder zum Kern eines neuen Viridariums erwachsen wird.

Das Herz von Königsstedt wird gebildet aus den hochdichten Gebieten östliche Karl-Marx-Allee/Frankfurter Allee, Neue Welt und Fennpfuhl im Grenzgebiet zwischen Friedrichshain und Lichtenberg.

Das Herz von Gropiusstedt sind die Ortsteile Gropiusstadt und Britz plus die nach Norden und Osten angrenzenden hochdichten neuköllner Gebiete.

Das Herz von Friedenstedt sind die Ortsteile Steglitz und Friedenau plus die dichteren Teile von Dahlem und der Ortsteil Wilmersdorf.

Das Herz von Charlottenstedt bilden die dicht besiedelten Teile von Charlottenburg, die nicht zu den dortigen Viridarien zählen, d.h. vor allem das erweiterte Gebiet von Westend und der westlichste Teil von Kurfürstendamm und Kantstraße.

Das Herz von Hohenstedt besteht aus dem Neubaugebiet Neu-Hohenschönhausen.

T R A B A N T E N

DIE TRABANTEN sind Herzen von Bevölkerungsdichte oder nächtlicher Aktivität, die sich aufgrund ihrer Lage nicht an bestehende Viridarien oder Residenzen angliedern lassen, die aber zu wertvoll sind um sie unkontrolliert denn Unprivilegierten der Einöde zu überlassen. Im Gegensatz zu den innerstädtischen Gebieten sind die Trabanten von sehr begrenzter Größe und umfassen meist nur das direkt um das Herz gelegene Gebiet. Regenten von Trabanten werden LANDVÖGTE genannt.

Die Trabanten sind
– Herz Spandau (Altstadt, Zitadelle Spandau, nördliche Pichelsdorfer und Wilhelmstraße)
– Herz Siemensstadt (Siedlungsgebiet zwischen Nonnendamm/Autobahn und Heckerdamm)
– Herz Tegel (Altstadt, Hafen, Zentrum Borsigtürme)
– Herz Märkisches Viertel (Hochbaugebiet)
– Herz Hellersdorf (Hochbaugebiet und Ortskern)
– Herz Köpenick (Ortskern)
– Herz Lichterfelde (Ortskern)
– Herz Schöneweide (Ortskern)
– Herz Mariendorf (Gebiet zwischen Flughafen Tempelhof und M. Ortskern)
– Herz Weißensee (Ortskern)
– Herz Pankow (Ortskern/Berliner Straße)

Ü B E R S I C H T der
P R I V I L E G I E R T E N

(Stand: März 2010)

MAGISTER (Privilegierte Erster Ordnung)

Patriar (Staatsmagister): Faust (Invictus)
Scholiar (Forschungsmagister): Gáspár (Invictus)
Pecuniar (Wirtschaftsmagister): Vergil (Invictus)
Mediciar (Medizinalmagister): Megistos (Ordo Dracul)
Noctiar (Magister des Nachtlebens): Uriel (Invictus)
Antestiar (Pressemagister): Dante (Carthianer(?))
Crimeniar (Magister der Unterwelt): VAKANT(vormals der Abt, Sanktum)

VIRIDIARE (Privilegierte Zweiter Ordnung)

Der Viridiar des Scheunenviertels: Dante (Cathianer(?))
Der Viridiar des Zooviertels: Grigori (Invictus)
Der Viridiar des Cecilienviertels: Vergil (Invictus)
Der Viridiar des Kollwitzviertels: Uriel (Invictus)
Der Viridiar des Bergmannviertels: Gáspár (Invictus)
Der Viridiar des Stralauer Viertels: Megistos (Ordo Dracul)
Der Viridiar des Pariser Viertels: Madeline(Sanktum)

RESIDIARE (Privilegierte Dritter Ordnung)

Der Residiar von Gesundenstedt: Grigori (Invictus)
Der Residiar von Moabitenstedt: Grigori (Invictus)
Der Residiar von Königsstedt: Rinakles (Zirkel)
Der Residiar von Gropienstedt: Theresa (Zirkel)
Der Residiar von Friedenstedt: Asrael (Invictus)
Der Residiar von Charlottenstedt: Immanuel (Ordo Dracul)
Der Residiar von Hohenstedt: Jenis(Zirkel)

LANDVÖGTE (Privilegierte Vierter Ordnung)

Der Landvogt zu Spandau: Visarius (Ordo Dracul)
Der Landvogt zu Siemensstadt: Justinian (Carthianer)
Der Landvogt zu Tegel: Eusephius (Sanktum)
Der Landvogt des Märkisches Viertels: Claire (Invictus)
Der Landvogt zu Hellersdorf: Damian (Invictus)
Der Landvogt zu Köpenick: Faust (Invictus)
Der Landvogt zu Lichterfelde: Hiob (Sanktum)
Der Landvogt zu Schöneweide: Nex (bundlos)
Der Landvogt zu Mariendorf: Loki (Zirkel)
Der Landvogt zu Weißensee: Daria (Invictus)
Der Landvogt zu Pankow: Lex Dei (Invictus)

K O N V E N T E

TREFFPUNKTE DER UNSRIGEN werden Konvente genannt und sind klar den einzelnen Revieren zugeordnet.

Konvente im Grenzgebiet bzw. Überschneidungsbereich mehrerer Reviere können nach dem Willen der jeweiligen Privilegierten entweder gemeinschaftlich genutzt oder im Streitfall einem beliebigen der in Frage kommenden Gebiete zuerkannt werden.

Die aktuell genutzten Konvente
und deren Zuordnung sind:

– Adenauerplatz (Residenz Charlottenstedt)
– Adlon (Viridarium Pariser Viertel)
– Alptraum (Viridarium Bergmannviertel)
– Arcanoa (Viridarium Bergmannviertel)
– Ballhaus Spandau (Herz Spandau / Einöde)
– Billy Wilder (Viridarium Pariser Viertel)
– Courage (Viridarium Kollwitzviertel)
– Die Mutter (Viridarium Cecilienviertel)
– Duncker (Viridarium Kollwitzviertel)
– Europacenter (Viridarium Zooviertel)
– Gargoyle (Viridarium Bergmannviertel / Noctium)
– Goethepark (Residenz Moabitenstedt)
– Golgatha (Viridarium Bergmannviertel)
– Goya (Viridarium Cecilienviertel)
– Hackesche Höfe (Viridarium Scheunenviertel)
– Humboldthain (Residenz Gesundenstedt)
– Insel der Jugend (Viridarium Stralauer Viertel)
– Insomnia (Herz Mariendorf)
– Jungfernheide (Herz Siemensstadt)
– K17 (Residenz Königsstedt)
– Kato (Viridarium Stralauer Viertel)
– Kloster (Viridarium Stralauer Viertel)
– Kreuzbergpark (Viridarium Bergmannviertel)
– Kulturbrauerei (Viridarium Kollwitzviertel)
– Kulturfabrik (Residenz Gesundenstedt)
– Last Cathedral (Viridarium Kollwitzviertel)
– Ludwig-Kirch-Platz (Residenz Charlottenstedt)
– Luisenbad (Residenz Gesundenstedt)
– Märchenbrunnen im Friedrichshain (Residenz Königshain / Crimenium)
– Märchenbrunnen im Schulenburgpark (Residenz Gropienstedt)
– Mauerpark (Residenz Gesundenstedt / Viridarium Kollwitzviertel)
– Museumsinsel (Viridarium Scheunenviertel)
– Pfefferberg (Viridarium Kollwitzviertel)
– Potsdamer Platz (Viridarium Pariser Viertel)
– Savignyplatz (Viridarium Zooviertel)
– Schillerpark (Residenz Moabitenstedt)
– Schloss Charlottenburg (Residenz Charlottenstedt)
– Schwarzes Café (Viridarium Zooviertel)
– Scotch & Sofa (Viridarium Kollwitzviertel)
– Simon-Dach-Straße (Viridarium Stralauer Viertel)
– Sudhaus (Residenz Moabitenstedt)
– Tacheles (Viridarium Scheunenviertel)
– Theater des Westens (Viridarium Zooviertel / Noctium)
– Theodor Tucher (Viridarium Pariser Viertel)
– Turmstraße (Residenz Moabitenstedt)
– Varieté Wintergarten (Viridarium Cecilienviertel / Noctium)
– Völkerfreundschaft (Viridarium Kollwitzviertel)
– Walhalla (Residenz Moabitenstedt)

sowie außerhalb Berlins:

– Waschhaus Potsdam (zur wüsten Domäne Potsdam)

E l y s i e n

In einer Domäne, die so viel Kampf und Tod gesehen hat wie Berlin, trägt auch der Titel eines “Elysiums” nur wenig Hoffnung auf Frieden und Unantastbarkeit.

Man sagt, die ungeschriebene Sitte des Elysiums gehe auf die Zeiten Roms zurück, da der Invictus auf dem Zenit seiner Macht die “Pax Vampirica” über bestimmte Gebiete verhängte, welche unter dem besonderen Schutz der Unbezwingbaren standen.

Gemäß den Überlieferungen jenes “Friedens” war oder ist es auch immer noch Sitte, innerhalb eines Elysiums keine Angriffe – physische ebenso wie magische – zu üben. Das Elysium soll ein Ort der Begegnung sein, eine letzte Bastion und ein letzter “neutraler Boden”, auf dem Gespräche auch unter dem Eindruck wahrer Domänenkriege möglich sind.

In Berlin galt lange Jahre das Gebäude der alten Staatsbibliothek als Elysium, das – der Legende nach – unter dem besonderen Schutz einer dort ansässigen Kabale oder Familie von Hütern des Wissens gestanden haben soll. Sollte dies wahr sein, ist jene Linie gewiss bei den Bombardements des zweiten Weltkriegs ausgelöscht worden, bei denen just jene Bibliothek während einer Elysiums-Zusammenkunft ein Opfer der Flammen wurde.

In der Zeit danach hat der Invictus im Westteil der Domäne lange Zeit den Schillerpark als Elysium betrachtet. Heutzutage aber ist der Park auch des Nächtens ständig von Sterblichen bevölkert, so dass er heute kaum noch als Treffpunkt der Vampire genutzt wird.

Eine Weile lang galt sogar jeder Ort, in dem eine Zusammenkunft des Hofes zum Danse Macabre geschah, automatisch als Elysium. Aber solche Tradition scheint mit dem Friedensschluss der Dornenkrone – und einen unzweifelhaften Verstoß des Fürsten Grigori gegen die Pax Vampirica bei einem solchen Anlass – vergangen zu sein.

Wer in heutigen Nächten zu Berlin hofft, ein Elysium zu finden, wird also enttäuscht werden. Zwar besitzt die Museumsinsel ebenso wie der alte Rosengarten im Tiergarten und das Nikolaiviertel einen hohen Respekt und einen inoffiziellen Status als “Elysium” – eine formelle Erklärung hierzu oder einen “garantierten Schutz” desselben gibt es aber nicht. Und wer mag sagen, ob sich all das zugereiste, junge Vampirvolk sonderlich um die kauzigen Gewohnheiten der Alteingesessenen scheren wird

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