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Predigt von Hiob – Januar 2008

Brüder und Schwestern in LONGINUS,
Verehrte Gemeinde,
Werte Gäste,

Seit Jahrhunderten herrscht ein stetiger Kampf zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen Erneuerung und Tradition. Die Wissenschaft versucht mit allen Mitteln die Welt davon zu überzeugen, dass es keine Religion mehr braucht. Die Religion kann keine Beweise erbringen. Sie ist diffus und schwammig. Sie verlangt von ihren Anhängern zu glauben statt zu wissen.

Die Carthianer stützen sich in ihren Theorien auf die alten griechischen Philosophen. Sie sprechen von dem Ende des astrologischen Zeitalters der Fische, das unter dem Zeichen des Glaubens stand und vom Hereinbrechen des Zeitalters des Wassermanns, einem Zeitalter, dass geprägt sein soll durch eine Säkularisierung der Welt. Die Welt soll eine neue Perspektive bekommen. Viele Verfechter dieser Theorie sehen sich jetzt schon in einer Umbruchszeit – mit ihnen als die Boten dieser neuen säkularen Weltordnung.
Für den Glauben soll darin kein fester Platz mehr sein.

Und die Menschen zeigen uns, dass es scheint als habe die Wissenschaft den Krieg bereits gewonnen. Hieße das denn nicht, dass auch uns dieses Schicksal irgendwann unweigerlich bevorstehen muss? Die Wissenschaft ist der neue GOTT. Newton, Einstein und Gates sind die neuen Propheten. Medizin, elektronische Kommunikation, Raumfahrt, genetische Manipulation – das sind die Wunder der heutigen Zeit. Diese Wunder erzählen die Menschen ihren Kindern. Diese Wunder sind der Beweis dafür, dass die Wissenschaften uns auf alle Fragen eine Antwort geben können.
Die alten Geschichten von dem brennenden Dornenbusch, von geteilten Meeren und von der unbefleckten Empfängnis sind bedeutungslos geworden in der heutigen Zeit. Die Logik, das Skalpell der Wissenschaft, gemahnt uns, dass es den Überlieferungen über den Heiligen Daniel, die Thebanische Legion und LONGINUS, der von GOTTES Hand verdammt wurde, nicht anders ergehen kann. GOTT selbst ist obsolet geworden. Die Wissenschaft, so scheint es, hat den Kampf gewonnen. Wir sind in unserem Wesen nur zu statisch, um dies zu erkennen.

Doch dürfen wir nicht versäumen, uns den Preis des Sieges der Wissenschaft vor Augen zu halten. Insbesondere wenn die Zeit für uns langsamer verläuft. Denn wenn die Logik uns sagt, dass uns dasselbe Schicksal ereilen muss und wird, so sagt sie uns doch auch, dass der Kampf noch nicht vorbei und damit noch nicht entschieden ist!

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend gelindert und die Arbeit erleichtert haben. Sie mag  eine Vielzahl an Geräten gebracht haben, die das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne Ordnung beschert. All diese Entwicklungen lenken uns nur weiter von GOTT ab. Ich will sie nicht alle verteufeln. Sie erleichtern auch uns unsere Arbeit und sicheren unsere Existenz. Doch die Wissenschaft raubte uns den Glanz GOTTES.
Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar der Selbstwert der Menschen und unserer Art wurde zerstört. Die Wissenschaft behauptet, dass die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem viel größeren Ganzen. Ein kosmischer Unfall.

Die Technologie, die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Selbst fast jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden. Selbst diejenigen unter uns, die die Nähe der Menschen suchen, so fehlgeleitet dieses Denken auch sein mag, haben in dem Internet eine Möglichkeit des anonymen Austauschs mit ihnen gefunden und doch fühlen wir uns einsamer als je zuvor, denn je mehr Wege uns die Technologie bietet, desto weniger sprechen wir von Angesicht zu Angesicht miteinander. Unsere Welt besteht aus Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut aufgestiegen. Ist es ein Wunder, dass die Jungen unter uns heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor? Gibt es irgendwas, das der Wissenschaft heilig ist? Sie sucht nach Antworten, indem sie mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert GOTTES Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn – und alles, was sie findet, sind weitere Fragen.

Wenn die Wissenschaft gewonnen hat, so war ihr Sieg ohne Recht. Sie hat nicht gewonnen, indem sie Antworten geliefert hätte, sondern sie hat gewonnen, indem sie die menschliche Gesellschaft so radikal verändert hat, dass die Wahrheiten, die einst uns als leuchtende Wegweiser gegeben waren, heute als unzutreffend und bedeutungslos dastehen. Die Religion kann nicht mithalten. Die Wissenschaft wächst explosionsartig und vermehrt sich wie ein Virus. Jeder neue Durchbruch öffnet Türen für weitere Durchbrüche. Die Menschheit benötigte Jahrtausende, um den kurzen Weg vom Rad zum Automobil zurückzulegen, doch vom Automobil zur Raumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte. Heute wird wissenschaftlicher Fortschritt in Wochen gemessen. Die Welt gerät außer Kontrolle. Der Abgrund zwischen den Menschen wird tiefer und die Verbindung zu ihrem Schöpfer immer dünner. Die Menschheit ist gefangen in einem spirituellen Nichts. Ohne Führung. Ohne Halt. Sie hat sich selbst den Funken GOTTES in ihrem Herzen abgetötet und das Schweigen Seiner Stimme hinterlässt in ihnen eine unsagbare Leere. Sie sehnen sich nach einer Bedeutung. Wir schreien danach!
Wir suchen nach einer Erlösung von der Verdammnis, die wir auf uns geladen haben und beschreiten dabei Wege über Wege. Manche versuchen sich selbst zu transformieren – und bewegen sich dabei immer weiter von GOTT weg. Andere predigen jeder könne zu einem Gott oder Halbgott aufsteigen über äonenalte Geheimlehren und sie übersehen dabei, dass GOTT doch in ihrem Herzen ist und dass es keine ältere Weisheit gibt, als die dessen, der uns erschaffen hat. Das sind die verzweifelten Rufe der modernen Seelen, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen, das abseits von Technologie und Fortschritt zu finden ist. Dabei suchen sie nach neuen Wegen oder interpretieren alte vergangene Wege neu und übersehen dabei, dass es einen Glauben gibt, der heute noch lebendig ist. Ein Glaube der keine New Age-Bewegung braucht, um zu leben. Ein Glaube, dessen Kirche immer stets die Pforten geöffnet hat für jene, die bereit sind zuzuhören.

Die Wissenschaft sagt, sie würde uns retten. Ich sage, sie läuft Gefahr uns zu zerstören. Ihre Errungenschaften, die sie zur Rettung der Menschheit suchen, werden ein ums andere Mal pervertiert, um daraus Massenvernichtungswaffen zu gewinnen. Doch ist es die Kirche, ist es der Glaube, der das tut?
Die Wissenschaft hat ihre Versprechen nicht eingelöst. Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für ein Gott, der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der einem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne ihm zu erklären, dass es sich verbrennen kann? Die Wissenschaft ist rational und logisch. Sie ist frei von jeglicher Moral und weißt damit jede Verantwortung von sich. Sie haben es nur erschaffen, es ist nicht ihre Schuld, wie es am Ende eingesetzt wird. Wissenschaftliche Bücher zeigen uns, wie man eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden, ob es eine gute oder eine schlechte Idee ist.

Ist der Glaube und die Religion also wirklich überflüssig geworden? Wird es für die Dunkle Kirche oder die Kirche an sich also keinen Platz mehr im Zeitalter des Wassermanns mehr geben? Wird die einzige Antwort einer neuen säkularen Weltordnung auf diese Fragen nur sein: Zeigt uns doch den Beweis, dass es einen GOTT gibt?
Nehmt Eure Teleskope und schaut hinauf zu den Sternen und dann sagt mir, wie es keinen GOTT geben kann! Wie kann die Wissenschaft GOTT bei all ihren Forschungen denn übersehen? Die Wissenschaft sagt, dass die kleinste Veränderung in der Gravitation oder dem Gewicht eines Atoms unser Universum zu einem leblosen Nebel gemacht hätte statt zu einem endlosen Meer aus Himmelskörpern, die alle einem Uhrwerk gleich verbunden sind und doch kann sie darin nicht GOTTES Hand erkennen? Ist es soviel einfacher zu glauben, dass wir zufällig das Hauptlos unter abermillionen anderen gezogen haben? Sind wir spirituell so verkümmert, dass wir lieber an eine mathematische Unmöglichkeit glauben, als an eine Macht, die größer ist als wir?

Sind wir wirklich überflüssig geworden? Brauchen all die Seelen, die entgegen besseren Wissens in die Verdammnis gerissen werden, keine Führung im Requiem mehr? Haben sie keine Fragen mehr, auf die sie eine Antwort suchen? Brauchen sie keinen Sinn und Zweck mehr für ihr Requiem? Keine Richtung, die ihnen gewiesen wird?
Was ist denn das Streben nach Macht und die Politik des Danse Macabres denn anderes als die Suche nach einem Sinn im Requiem, nach einem Grund um in der kommenden Nacht weiterzumachen? Suchen denn die Carthianer nicht auch nur aus dem Grund nach einem Gesellschaftssystem für unsereins, das in ihren Augen besser geeignet ist, um ihrem Dasein, ihrem Requiem einen Sinn zu geben? Und ist diese Suche nicht daraus geboren, dass sie an ihre Ideale glauben? Suchen sie nicht deswegen, weil die Wissenschaft ihnen gesagt hat, dass es keinen GOTT gibt und sie dieser Behauptung Glauben schenken? Obwohl die Wissenschaft genauso unfähig ist, diese Behauptung mit Beweisen zu zementieren.

Ich sage nicht, dass die Carthianer die Feinde des Glaubens sind. Ich frage sie nur, ob sie der Meinung sind, dass unsere Welt keinen Glauben mehr braucht. Ist diese Theorie von dem Wechsel der astrologischen Zeitalter so hundertprozentig, dass es keine Kirche mehr braucht?
Muss die Wissenschaft der Feind des Glaubens sein oder könnten nicht vielmehr beide gemeinsam ein Loblied an die Schöpfung singen.
Die Carthianer sind nicht die Feinde des Glaubens, ebenso wenig wie es der Invictus ist. Aber ist es denn nicht gerade in dieser Zeit wichtig, das Dunkle Werk zu begehen? Müssen wir nicht unsere Anstrengungen verdoppeln oder uns zumindest fragen, ob wir wahrhaftig für unseren Glauben tun, was wir tun können? Denn am Ende tun wir es doch auch für uns.
Ich habe gesagt, dass der Kampf noch nicht verloren ist! Wir können noch kämpfen! Unser Glaube ist unser Schild, das Dunkle Werk ist unsere Waffe. Wir können den Glauben der Menschen wieder entfachen, wenn wir einer Geißel gleich, voller Inbrunst und ohne Gnade auf sie niederfahren. Wenn wir ihnen die Augen öffnen! Der Glaube ist kein Jackett, das unbequem und zu eng geworden ist. Der Glaube ist unser Schild! Der Glaube ist der Balsam für unsere Seelen.

Amen.

Versprechen des Visarius zum Jahre 2012

Ein Jahr stirbt, ein neues wird aufgetan.

Ewig wiederholt sich dieses Ereignis, in Berlin genauso, wie überall auf der Welt. Und doch ist es in dieser Stadt etwas Besonderes, etwas Grandioses, ein Vorkommnis, das von seinen Bewohnern, gleich welcher Natur sie sind, mit geradezu religiösen Eifer begangen wird

Ewig wiederholt sich dieses Ereignis, und doch ist es jedesmal anders. Es ist wie ein ewiges Theaterstück, dessen Kulisse sich niemals ändert. Lediglich die Beleuchtung wird von den wechselnden Regisseuren anders arrangiert oder einige Pinselstriche über den abblätternden Lack der Dekoration gesetzt, um den innewohnenden Verfall zu verbergen.

Es ist nun drei Jahr her, seit ich nach meinem Tode wieder einen Fuß in diese verfluchte Stadt setzte. Diese Stadt, die mich so viel gekostet hat. Diese Stadt, die mich das Fürchten lehrte unter dem Brüllen der Bomben und dem Fauchen der Feuer. Diese Stadt, die mich in ihren Auswüchsen das Grauen lehren sollte. Diese Stadt, in der für mich alles begann, die ich froh war, verlassen zu haben, obwohl ich sie in nichts Geringeres als ewige Sklaverei verließ. Und in die ich doch zurückgekehrt war. In diese verfluchte Stadt, deren Lehrling ich immer war, und die ich als ein Geselle wieder aufgesucht habe, um mein Meisterstück zu vollbringen.

Als ich sie nach meinen Tode das erste Mal wieder betrat und das Neue Jahr anbrechen sah, erstrahlte der Erste Stand zu Berlin gerade unter der eisernen Hand des Fürsten Faust in seinem vollen Glanz. Er beherrschte diese Stadt in einem Maße, die nicht anders als absolut genannt werden konnte, und vor dem Unmut des Invictus waren nicht einmal die Ältesten gefeit. Der Zirkel war zahlreich und machtvoll, das Sanktum kaum präsent. Der Orden war eine kleine Handvoll von Suchenden unter der schützenden Hand des Lamech und des Megistos.
Ein Traum, den ich zuletzt in meiner Jugend geträumt hatte, und der nun nicht mehr als ein bedrückender Schatten geworden war, schien hier Realität geworden zu sein.

Als ich das zweite Mal in Berlin das Neue Jahr anbrechen sah, hatte sich die Besetzung schon geändert. Der Invictus stand immer noch einig unter seinem Fürsten Faust, der immer noch die Stadt beherrschte. Jedoch waren seine Reihen lichter geworden, hatte er Wunden hinnehmen müssen, die bis zum heutigen Tag nicht geschlossen wurden. Das Sanktum lag in Ketten, die Carthianer waren in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit gestoßen worden. Der Zirkel noch immer an der Macht, jedoch eindeutig in Konflikt mit seinem Bündnispartner. Die Drachen hatten den Tod von drei Geschwistern gesehen, darunter auch Lamech. Und obgleich die Verbliebenen noch heute den Verantwortlichen zürnen und sich einige von diesem Schlag nicht mehr erholten, ist der Orden gewachsen und zur Bedeutung gelangt.
Kein Traum mehr, und doch immer noch Realität.

Als ich das dritte Mal in Berlin das Neue Jahr anbrechen sah, hat Berlin ein Jahr des Chaos gesehen. Das Bündnis zwischen Zirkel und Invictus war endgültig zerbrochen, und der Zirkel sollte nun endlich sein wahres Gesicht zeigen. Immer mehr wurde das chaotische und zerstörerische Ansinnen dieses Hexenkultes offenbar, welches ihren einstweiligen Höhepunkt in der Diablerie des Loki fand und in der Ermordung des Fürsten Faust kulminieren sollte. Das Jahr sah drei invictische Fürsten und die gnadenlose Vernichtung aller Kollaborateure. Zudem wurden die Weichen für den Untergang der invictischen Herrschaft gestellt. Nicht durch ein Komplott der anderen Bünde, sondern durch die zunehmende Dekadenz des Invictus.
Die Realität hatte sich geändert, und der Traum war tot, doch die Erinnerung bleibt.

Nun begibt es sich, dass ich das vierte Mal in Folge das Alte Jahr in Berlin sterben sehe. Ich sehe das Jahr zu Ende gehen, welches wohl späteren Generationen als das Jahr des Drachen in Erinnerung bleiben wird. Das Jahr, welches die Unbezwingbaren bezwingen sollte.
Nach endloser Demütigung durch die Reihen des Invictus erhoben sich die Drachen, und sprachen mit dem Rest der Domäne ein Urteil. Und dieses lautete:

Die Herrschaft des Hauses Consentes endet. Die Domus Regiae kann ihrer Verpflichtung zur Herrschaft nicht mehr nachkommen und wird nach dem Willen der Ältesten von dieser Bürde befreit.

Und Megistos, Erster der Drachen und Ahnherr zu Berlin, und Magdalena, Erste des Sanctum und Ahnherrin zu Berlin, beanspruchten gemeinsam den Thron. Widerspruchslos, vor den Augen der versammelten Vampire.

Bisher betrachtete ich stets das Vergangene an diesem Tag. Habe gesehen, wie ich mich verändert habe, und versucht, daraus Schlüsse für das kommende, das Neue Jahr zu ziehen. Dies endet von nun an. Diese Stadt – und ihre ständig wechselnde Besetzung von vampirischen Darstellern – hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Ich sah die Mächtigen dieser Stadt ihre Kreise ziehen und bin einer der Wenigen, die von sich behaupten können, direkt in das Antlitz einer Uralten Bestie geblickt zu haben. Berlin ist mir eine Geliebte geworden, wie sie es nur für eine Abscheulichkeit wie mich sein kann. Ich trage an Geist und Körper die Narben ihrer Launen, und trage sie mit dem Stolz der Unbeugsamkeit, denn ich habe jede einzelne davon mit Blut und Fleisch und Gedärm bezahlt und durch reine Entschlossenheit errungen. Jede einzelne Wunde hat mich verändert und geformt, jeder Fetzen meiner Seele, den Berlin, diese grausame Geliebte der Mächtigen, mir entriss, ließ mich dem näherkommen, was manche Perfektion, andere wiederum Schicksal nennen.

Doch nun ist die Zeit gekommen, da ICH verändere. Es soll nicht mehr ich sein, der die Gezeiten der Stadt reitet und sich von ihnen treiben lässt. Ich kenne diese Stadt und weiss, wie sie funktioniert. Meine Unbeugsamkeit ist nun kein Ruder mehr, sondern ein Fundament, und der Schrecken meiner Seele eine Waffe, die ich nun meisterlich beherrsche und nutzen werde, um diese Stadt nun MEINEM Willen zu unterwerfen..
Und so beginnt dieses Jahr, indem ich mein Haupt erhebe und meinen Namen in das Fleisch dieser Stadt graben werde, auf dass sie mich, ihren Geliebten, nie wieder vergisst.

Hört ihr mich, ihr Geister der Vergangenheit?
Ahriman! Jadwiga! Murnau! Lupus Dei! Nathan! Militiades! Isaac! Caelum! Lamech! Sesha! Faust! Landogar! Mehujael! Casparoun!
Euch alle habe ich überlebt, obwohl einige von euch weiser, mächtiger, älter, stärker waren, als ich es jemals sein werde. Und doch bin ICH es, der noch steht, und dem sich die Stadt in ihrer gesamten grausamen Pracht eröffnet.
Und ich flüstere ihr leise zu.

Komm her, Geliebte, und umarme mich.
Mich das Monster, dass du geschaffen hast.
Das Ungeheuer, das deinen feuchten und verderbten Lenden entsprang, sich von dir losreissen wollte und doch nicht konnte.
Das Kind deiner Geister, deiner Größten und deiner Verderbtesten.

Umarme mich, und ich will dir Größe zurück geben.

So spreche ich,
V I S A R I U S,
Vollstrecker der Domäne Berlin,
in dieser Nacht, und gebe der Stadt mein finsterstes, mein heiligstes Versprechen.

Und wer da kommt in die heiligen Hallen dieser Stadt und glaubt,es besser zu wissen als die gekannten Mitglieder dieser Stadt,

wer glaubt, besser zu sein aufgrund irgendeines alten Vorrechts, dass konvenienterweise zu beweisen niemand mehr in der Lage ist,

wer glaubt, dass diese Stadt eine Klingelkasse der Barmherzigkeit ist, in der jeder nach Belieben Ansehen und Recht fordern kann, weil er durch unglücklichen Zufall innerhalb der Berliner Grenzen jagt,

wer glaubt, dass er die Güte dieser Stadt wahllos an Fremde verschenken kann, die kaum lange genug in der Stadt sind, um gesehen worden zu sein,

wer glaubt, dass alle Anverwandten durch “das Blut” gleich gemacht würden und damit kurioserweise alle dieselben Rechte hätten, ohne jemals dafür gezahlt zu haben,

und

wer glaubt, dass er MIR in MEINER Stadt entkommen kann,

der kann sich nur eines gewiss sein:

Dass ICH es sein werde, der ihn auf dem Amboss dieser Stadt zerschmettern wird. ICH werde es sein, der ihn wie Vieh durch die Schatten Berlins hetzen und zur Strecke bringen wird. ICH werde das Letzte sein, was er in dieser Stadt erblicken wird.
Denn meine Geduld ist nun am Ende.

Dies ist mein Versprechen an Berlin, jetzt und bis in Ewigkeit.

Erster Januar des Jahres 2012,

Gez.

Seiner Gnaden

V I S A R I U S,

Kind des V L A D E K J O S E P H
aus der Linie des A B B A D D O N,
aus dem Blut der N O S F E R A T U,
Adept der Akademie S O N N E.D E R.N A C H T zu Berlin,
Supplikant der Leere,
Lehrer des Joshua,
Vriridiar des Cecilienviertels und Landvogt zu Schöneweide,

Vollstrecker der Domäne Berlin

2011 in review

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 7.900 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 7 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Update

Hallo liebe Vampire-Spieler,

es gab immer wieder ein paar kleine Updates. Hier die Zusammenfassung:

  • es gibt ab 2012 ein Errata zu dem bestehenden Vie3 Regelwerk. Das Errata tritt ab Januar in Kraft. Das erste halbe Jahr wird sich das Errata in einem “Beta”-Statium befinden. Das bedeutet es wird hier und da noch kleine Anpassungen geben, wenn die neuen Regeln im direkten Spiel erprobt wurden
  • Es sind neue Charaktervorschläge hinzugekommen.
  • Es sind neue Charakterportraits und Charakterbeschreibungen hinzugekommen.

So far,

Die Orga

Einladung zum OPUS NORD

Geschätzte Anverwandte der deutschen Domänen,

Euch zur Kenntnis sei gesagt, dass die Domäne Berlin Samstag den 1.Oktober zum Ball ruft, um in der letzten Nacht des Hof der Sünde zu feiern. Ein jeder Anverwandte der die Traditionen und die Gesetze der Stadt achtet sei herzlich willkommen und zelebriere mit dem Hof. Um in der darauf folgenden Nacht des Sonntag den 2. Oktobers am Zwielichthoftreffen, an dem der Schattenhof den Hof der Sünde ablöst für das kommende Jahr, teilzunehmen.

Weitere Informationen erfolgen als Rückantwort, wenn man die Teilnahme anzeigt.

Das Fürstenpaar

Offplay
Wie ihr seht, besteht die Ladung aus zwei Inplay-Events: Dem Ball am Samstag (Gastgeber wird Intime noch ermittelt) und dem Hoftreffen des Fürstenpaars am Sonntag.

Beide Events finden in einer eigens angemieteten Locations statt, deren Adresse euch bei Anmeldung mitgeteilt wird!

Inplay erfahren eure Charaktere weitere Details, indem sie eine Rückantwort auf das Einladungsschreiben senden.

Das Zwielichthoftreffen:
Das große Hoftreffen des Berliner Fürstenpaares (Die Ahnen Magdalena aus dem Blut der Schatten und ehemalige Bischöfin des Sanktums und dem Ahnen Megistos aus dem Blut
der Daeva und der ehemalige Erste des Ordo Draculs) eine gesellschaftliche Veranstaltung, mit der das Fürstenpaar ihr erstes kurzes Jahr der Herrschaft ausklingen lassen möchte. Der Berliner Hof teilt sich gerade in zwei sich abwechselnde Hofprinzipien. Dem Hof der Sünde, der eine starke Ausrichtung auf die innere Bestie und dem Prinzip „Du kannst womit du durch kommst“ hat und sehr sparsam an Regeln und Etikette ist und dem Hof der Schatten der das Gegenteil von diesem darstellt und eher dem entspricht was man von Berlin kennt und üblich war. Das erste Jahr stand im Zeichen des Hofs der Sünde und das Zwielichthoftreffen ist in diesem Jahr die Übergabe an den Schattenhof..

Mein Charakter auf dem Hoftreffen:
Jedes gesellschaftliche Konzept kann erscheinen um Diplomatische Beziehungen zu Berlin aufzubauen oder zu begutachten in wieweit alte Verbindungen nach dem Fürstenwechsel noch aktuell sind. Doch auch andere Konzepte können ihre Spaß an der Veranstaltung haben, sei es um Live mit zu erleben wie die neue Regierungsform aussieht oder die brennenden Fragen zu beantworten was dort in Berlin eigentlich gerade vorgeht.

DRACHEN können anreisen in eine Domäne in der der Orden der am stärksten vertretene Bund ist und Kontakt zur Berliner Akademie „Sonne der Nacht“ aufnehmen die über die letzten Jahre wohl die konstante und größte Akademie Deutschlands zu sein scheint. Berlin ist eine Hochburg des Ordens und schon einige andere Akademie scheinen in Kontakt mit dieser zustehen.

GEHEILIGTE können ihre Glaubensbrüder besuchen die sich nunmehr aus ihrer Abhängigkeit vom Invictus befreit und das „Neue Sanktum“ zu Grabe getragen haben. Als Teil des Thrones scheint die Zukunft des Glaubens in Berlin wohl nun sicher. Wird es Zeit sich ab zusprechen wie man das dunkle Werk umfassender durch ganz Deutschland tragen kann?

CARTHIANER können voller Spannung eine Domäne betrachten in der scheinbar nicht mehr alles in Stein gemeißelt ist und es die Chance gibt die Bewegung zu einem festen Teil der Stadt werden zu lassen, nachdem die letzte Jahre unter dem Invictus ihr nicht gut getan haben.

ZIRKLER kommen in den Genuss einem neu gegründeten Zirkel in seinerAnfangszeit mit Rat und Erfahrungen beizustehen und jetzt wo es am nötigsten ist zu Unterstützen um von Anfang an guten Kontakt zum Berliner Zirkel der Mutter aufzubauen.

INVICTI können aus erste Quelle erfahren wie es zu den Ereignissen in Berlin gekommen ist und es bietet sich Gelegenheit darüber zu sprechen, das der Invictus auffällig viele Domänen an den Pöbel in Deutschland verloren hat und wie man die gerechte Zurückführung dieser unter den Invictus koordiniert.

Die Anmeldung: Erfolgt so früh wie möglich bei der Orga Berlin unter dm-orga@googlegroups.com Gespielt wird nach Berliner Regelwerk, jeder Charakter muss mindestens 3 Tage VOR Anreise abgenickt werden (kritisch nur bei übermächtigen (6+ Disziplinpunkte, Potestas 3+), überalten (200+ Jahre) oder exotischen Blutlinien, seltene Kabalen) Charakteren).

Die Übernachtung: Abhängig von der Zahl der Gäste werden so viele Anreisende wie möglich privat bei Spielern und Orga von Berlin untergebracht (Schlafsäcke sollte man dabei haben). Eventuel besteht auch die Möglichkeit am Session Ort zu Übernachten mit Luftmatratzen usw.

Das Extra: Vor dem Sonntagsevent werden wir überregionale Bundtreffen veranstalten um das Bundspiel über die Grenzen von Domänen weiter anzufachen.

WIR FREUEN UNS AUF EUCH IN BERLIN!

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